
EDV-Ausstattung einer Flotte von Flusskreuzfahrtschiffen bewertet
Die Nutzung bestehender IT-Infrastruktur erfordert insbesondere im Rahmen einer Übernahme eine fundierte IT-Bewertung von Zustand, Funktionsfähigkeit und Risiken als Grundlage für Investitionsentscheidungen.
Im vorliegenden Fall haben wir untersucht, in welchem Zustand sich die EDV-Ausstattung mehrerer Flusskreuzfahrtschiffe befindet und in welchem Umfang ein sicherer Weiterbetrieb möglich ist.
Ausgangssituation
Ein Unternehmen im Flusskreuzfahrt-Sektor hatte mehrere Schiffe neu erworben und benötigte eine fundierte Bewertung der vorhandenen IT-Ausstattung.
Ziel war es, eine belastbare Grundlage für Investitionsentscheidungen sowie für die zukünftige Nutzung der Systeme zu schaffen.
Im Fokus standen dabei:
-
der Zustand der eingesetzten EDV-Geräte
-
die Funktionsfähigkeit der Systeme
-
die langfristige Betriebssicherheit
Vorgehensweise
Zur strukturierten Bewertung der vorhandenen IT-Systeme wurden zwei Ortstermine durchgeführt, bei denen die wesentlichen Komponenten auf den Schiffen inspiziert und katalogisiert wurden.
Diese umfasste:
-
visuelle Inspektion zur Bewertung von Zustand und Verschmutzung
-
Funktionsprüfung zentraler Systeme wie Netzwerk, Server, Router und WLAN
-
Erstellung einer strukturierten Dokumentation aller erfassten Geräte
Auf Grundlage der erhobenen Daten wurden die Systeme hinsichtlich ihres Alters, ihrer Verfügbarkeit am Markt sowie ihres Herstellersupports bewertet.
Ergebnis
Die Begutachtung zeigte, dass die meisten Geräte äußerlich in einem dem Alter entsprechenden Zustand waren und grundsätzlich betrieben werden konnten.
Gleichzeitig ergab sich ein differenziertes Bild hinsichtlich der langfristigen Betriebssicherheit.
-
Der fehlende Herstellersupport in Verbindung mit nicht mehr verfügbaren Ersatzteilen erhöhte bei älteren Komponenten das Risiko eines unkontrollierten Ausfalls
-
Teilweise lagen provisorische Installationen und nicht fachgerechte Montage vor
-
Einschränkungen bei der Bewertung bestanden aufgrund fehlender Zugangsdaten und unvollständiger Dokumentation
Einordnung
Die Untersuchung zeigt, dass die Funktionsfähigkeit bestehender Systeme nicht zwangsläufig mit einer sicheren und langfristig stabilen Betriebsfähigkeit gleichzusetzen ist.
Insbesondere wird deutlich, dass:
-
fehlender Herstellersupport ein wesentliches Betriebsrisiko darstellt
-
mangelnde Dokumentation die Bewertung und Weiterentwicklung erschwert
-
provisorische Installationen die Betriebssicherheit beeinträchtigen können
Empfehlungen
Zur Sicherstellung eines stabilen Weiterbetriebs und zur Vorbereitung zukünftiger Investitionen wurden folgende Maßnahmen abgeleitet:
-
Durchführung einer strukturierten Netzwerkanalyse zur vollständigen Erfassung der Systemarchitektur
-
Erstellung einer vollständigen Dokumentation der IT-Infrastruktur
-
Austausch nicht mehr unterstützter oder kritischer Komponenten
-
Vorhaltung geeigneter Ersatzteile für ausfallkritische Systeme
-
Umsetzung eines Backup-Konzepts zur Sicherung zentraler Daten
-
Prüfung und Sicherstellung der Klimatisierung sowie der Stromversorgung (inkl. USV)
Ergebnis für den Sachverhalt
Die IT-Bewertung von Tedesio lieferte eine belastbare Grundlage für die Bewertung der vorhandenen IT-Ausstattung und deren zukünftige Nutzung.
Auf dieser Basis konnten Investitionen priorisiert geplant und Maßnahmen zur Sicherstellung der langfristigen Betriebssicherheit definiert werden.

